Therapie nach dem Patholinguistischen Ansatz (PLAN) – Phonologie

Therapie nach dem Patholinguistischen Ansatz (PLAN) – Phonologie
250,00 € *
  • SEM20-05-08-1
  • Kurzübersicht

    Datum: 08.05.2020 - 09.05.2020

    Uhrzeiten: 
    FR 13:00 Uhr - 18:00 Uhr
    SA 09:00 Uhr - 16:15 Uhr

    Seminarort: CVJM Würzburg, Wilhelm-Schwinn-Platz 2, 97070 Würzburg

    Referentin: Tanja Jahn; Dipl.-Logopädin, Lehrlogopädin, Fachautorin

    Fortbildungspunkte: 14
Den Teilnehmern werden zunächst die theoretischen Grundlagen zur phonologischen Entwicklung... mehr
Informationen "Therapie nach dem Patholinguistischen Ansatz (PLAN) – Phonologie"
Den Teilnehmern werden zunächst die theoretischen Grundlagen zur phonologischen Entwicklung sowie zur Einteilung kindlicher Aussprachestörungen vermittelt (vgl. Fox-­-Boyer 2014, 2016 Fox-Boyer & Schäfer 2015). Darauf aufbauend wird eine phonologische Prozessanalyse anhand eines Fallbeispiels aus der Psycholinguistischen Analyse kindlicher Aussprachestörungen - II (PLAKSS ­ II) (Fox – Boyer 2014) durchgeführt.

Im Mittelpunkt des Seminars steht das Konzept des neuen PLAN – Phonologie Materials (Materialien zur Therapie nach dem Patholinguistischen Ansatz – Phonologie; Kauschke & Siegmüller (Hrsg.), 2019) für Kinder mit Aussprachestörungen im Bereich Phonologie und Prosodie (Wortbetonung und Wortstruktur). Die Konzeption des Ansatzes wird durch Forschungsergebnisse untermauert. Es kommen zum einen rezeptive Methoden wie die Identifikation und Differenzierung von Lauten bzw. Lautmerkmalen (auf Laut­ und Wortebene) sowie erstmalig im Rahmen der Phonologietherapie auch Inputspezifizierungen in Form von Geschichten mit Lauthäufungen des Ziellautes zum Einsatz. Zum anderen wird die bedeutungsunterscheidende Funktion von Phonemen mithilfe expressiver Methoden wie der Kontrastierung von Minimalpaaren (oder –triplets) oder multiplen Oppositionen erarbeitet. Die einzelnen Therapie- und Übungsbereiche sowie entsprechende Methoden können je nach Kind individuell ausgewählt, gewichtet und verknüpft werden.
Das Material, welches kindgerecht gezeichnete Bildkarten, Symbolkarten und Wimmelbilder sowie Inputgeschichten mit Lauthäufungen und Geschichten zur Einführung von Lautsymbolen enthält, bietet die Möglichkeit einer strukturierten Vorgehensweise und ist vielseitig und flexibel anwendbar.
Die Teilnehmer des Seminars lernen die konkrete Vorgehensweise bei verschiedenen Arten von phonologischen Prozessen (z.B. Substitutionsprozesse oder Silbenstrukturprozesse) kennen und sammeln praktische Erfahrungen mit dem Material.
Die genannten Inhalte werden praxisnah anhand von Videobeispielen vermittelt.
Die Teilnehmer erhalten Gelegenheit, eigene Fallbeispiele einzubringen und ihre neuen Kenntnisse in Kleingruppen zu vertiefen.

Tanja Jahn, geboren 1966; Ausbildung zur Logopädin 1990 in Hannover. Nach Stationen in HNO Kliniken in Schweden und Hagen erfolgte das Studium der Lehr- und Forschungslogopädie in Aachen. Anschließend Dozententätigkeit im Fachbereich "Kindersprache" an der Logopädieschule Bonn sowie seit 2006 an der Logopädieschule der Präha-Gruppe in Düsseldorf. Seminare und Vorträge für Logopädinnen und Pädagogische Fachkräfte im Bereich "Kindliche Aussprachestörungen", "Sprachförderung" und "Mehrsprachigkeit". 2001 erschien ihr Buch "Phonologische Störungen bei Kindern" im Thieme Verlag. Aktuell ist der PLAN- Materialkoffer "Phonologie" in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Christina Kauschke in Vorbereitung. Tanja Jahn lebt und arbeitet in Düsseldorf.
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